Stadt Laatzen

Kontakt:

Ludger Oldeweme

Team Familien- und Senioreneinrichtungen

Marktplatz 2

30880 Laatzen

Tel. 0511/8205-5401

ludger.oldeweme@laatzen.de

Einwohner:

44.711

Anteil der Kinder unter 10 Jahre:

9,9 %, 30.09.2019

Armutsquote / SGB II-Quote (U-10):

32 %, 30.11.2018

Grund für die Projektbeteiligung:

Laatzen ist besonders von Kinderarmut betroffen. In den verschiedenen Vergleichskategorien sozialer Belastungsfaktoren in der Region Hannover befindet sich Laatzen meist in einer der ungünstigsten Positionen. So leben rund 30% der Kinder unter 15 Jahren in Familien, die auf Transferleistungen angewiesen sind. Die Armutsgefährdungsquote liegt bei 15%. Dem steht eine angespannte Haushaltslage gegenüber, die kaum Spielraum für Maßnahmen im Bereich sog. freiwilliger Leistungen zulässt. Laatzen ist sog. Bedarfskommune. Außerdem zeichnet sich Laatzen durch einen vergleichsweise hohen Anteil an Bewohner*innen mit Migrationshintergrund aus.
Aufgrund dessen wurde Laatzen in den Kreis der Kommunen aufgenommen, die Mittel aus dem niedersächsischen Integrationsfond erhalten.

Ziele:

Zurzeit sind die Angebote der verschiedenen Akteure in der Kinder- und Jugendarbeit wenig aufeinander abgestimmt. Es gibt z.T. Doppelstrukturen, z.T. mangelnde Ressourcen. Teils sind die Angebote wenig zielgruppenspezifisch. Ziel ist die Bestandsaufnahme, Bewertung und ggf. Neuausrichtung bestehender bzw. Schaffung neuer Angebote.

Beteiligte Akteur*innen:

- Netzwerk Frühe Hilfen
- Netzwerk Sprachförderung
- AG Ganztagsbetreuung
- Runder Tisch gegen Kinderarmut
- Stadt Laatzen

Besonderheiten:

Seit einigen Jahren arbeitet die Stadt Laatzen auf Grundlage des Laatzener Profils für Bildung und Betreuung. Das Laatzener Profil für Bildung und Betreuung hat folgende Ziele:

- Garantie einer qualitativ hochwertigen frühkindlichen Bildung und Betreuung,
- Einbeziehung der Eltern in den Bildungsprozess der Kinder,
- Schaffung von integrativen Angeboten mit individuellen Betreuungszeiten,
- Aufbau von Beratungs-, Unterstützungs- und Informationsangeboten für Familien,
- Ausbau der Erwachsenenbildungsangebote und arbeitsmarktbezogenen Fortbildungen,
- Erhöhung der Anzahl regelmäßiger praxisorientierter Weiterbildungen für pädagogische Fachkräfte und Kooperation mit Institutionen vor und nach dem Kindergarten wie Hort, Schule, Gesundheits- und Beratungszentren.

Die Stadt Laatzen investiert rund eine Millionen Euro jährlich für zusätzliche Leistungen, die die gesetzlichen Mindeststandards übersteigen. Davon profitieren alle Einrichtungen in Laatzen unabhängig von der Trägerschaft.

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