Stadt Delmenhorst

Kontakt:

Claudia Müller
Stadt Delmenhorst
Fachbereich 2
Jugend, Familie, Senioren und Soziales
Fachdienst 25
Kindertagesbetreuung
Oldenburger Str. 9
27753 Delmenhorst
04221 /99 - 2607

claudia.mueller@delmenhorst.de

Einwohner:

81.000

Anteil der Kinder unter 10 Jahre:

8.089 Kinder / 10 % am 2.10.2017 Einwohnerstatistik

Armutsquote / SGB II-Quote (U-10):

Im Juni 2016 laut Einwohnerstatistik und Statistik der Bundesagentur für Arbeit 7.548 Kinder U10 in Delmenhorst, 1836 Kinder U10 in Bedarfsgemeinschaften SGB II, d.h. 25 %. Die Bertelsmannstiftung berechnet für Delmenhorst eine Kinderarmutsquote von 30 %

Grund für die Projektbeteiligung:

Ausgangslage ist die historisch schlechte strukturelle Situation in Delmenhorst, die seit den frühen 90er Jahren zur Etablierung der verschiedenen Präventionsbausteine geführt hat. Ausgangspunkt war eine hohe Kriminalitätsrate, ein hoher Migrationsanteil und eine hohe Quote an Kinderarmut. Begonnen wurde der Präventionsprozess 1994 mit dem Kriminalpräventiven Rat, den Nachbarschaftsbüros und der Streetwork. Ab 2000 folgten dann der Runde Tisch Unfallprävention, der später zur Zertifizierung als Safe Community führte, die flächendeckende Etablierung der Sozialen Arbeit an Schulen, die Einrichtung des niedrigschwellig arbeitenden Familienstützende Dienst, der Mobile Dienst Grundschule und Kindergarten zur inklusiven Betreuung von sozial-emotional herausfordernden Kindern, die Einrichtung des Familienhebammendienst schon vor dem Bundesgesetz, die Einrichtung des Neugeborenen-Besuchsdienstes, Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern und Elterntrainings. Da Delmenhorst weiterhin mit der Stadt Wilhelmshaven die höchste Quote an Kinderarmut in Niedersachsen aufweist, beschäftigen uns die Fragen, ob die vorhandenen Präventionsbausteine die Resilienz der Kinder ausreichend stärken, ob die Präventionsbausteine schon eine Präventionskette sind, ob die Angebote alle Kinder erreichen, ob noch Angebote ergänzt werden müssen oder ob sich Angebote überschneiden. Vor der Ausweitung des Angebotes beschäftigt uns auch die Wirksamkeit der Angebote, die z.T. noch nicht evaluiert wurden.

Ziele:

Die vorhandenen Präventionsbausteine sollen zu einer Kette zusammengefügt werden, dabei sollen Ressourcen und Lücken, sowie die Übergänge zwischen den Angeboten angesehen werden. Weitere Ziele sind, das Einbeziehen der Eltern bei Projekten zur Verbesserung der Lebenslagen von Kindern, die Verbesserung der Zugangschancen aller Kinder zu allen Angeboten, gesundes Aufwachsen trotz materieller Armut und die besondere Berücksichtigung der Bedarfe von Alleinerziehenden und Familien mit Fluchtgeschichte.

Beteiligte Akteur*innen:

Lenkungsgruppe „Gesund aufwachsen für alle!“ zum Aufbau einer Präventionskette: In der Lenkungsgruppe sind die Fachbereichsleiter Jugend, Familie, Senioren und Soziales (20), Gesundheit (30) und Bildung und Sport (40) vertreten sowie die Fachdienste Gesundheit, Erziehungshilfe, Jugendarbeit und Kindertagesbetreuung und die Geschäftsführung der Arbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtsverbände. Weitere beteiligte Akteure: Runder Tisch Unfallprävention, TAG 78 mit ihren Arbeitsgemeinschaften Kita, Jugendarbeit und Hilfe zur Erziehung, Netzwerk Frühe Hilfen, Sozialpsychiatrischer Arbeitskreis, Delmenhorster-Jugendhilfe-Stiftung.

Besonderheiten:

Die Stadt Delmenhorst hat -neben der Stadt Wilhelmshaven- die höchste Armutsquote in Niedersachsen. Es bestehen bereits viele Präventionsbausteine. Die Vernetzung vor Ort ist gut.

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